Lohnsteuerhilfeverein Limburg-Weilburg e.V.
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Das ändert sich in 2020

 

 

Grund- und Kinderfreibetrag steigen

 

Ab dem 1. Januar 2020 müssen Ledige erst Einkommen von mehr als 9.408 Euro versteuern, denn der Grundfreibetrag steigt um 240 Euro. Gemeinsam veranlagte Ehepaare müssen erst Einkommensteuer zahlen, wenn sie mehr als 18.816 Euro verdienen. Wer nur geringe Einkünfte hat, muss keine Steuererklärung abgeben. Die Einkommensgrenze liegt hier bei 11.900 Euro bei Alleinstehenden beziehungsweise 22.600 Euro bei Ehepaaren. Auch der Unterhaltshöchstbetrag zur Unterstützung bedürftiger Personen steigt auf € 9.408.

 

Der Kinderfreibetrag wird 2020 auf jeweils € 2.586 pro Elternteil und Kind angehoben. Zusammen mit dem unveränderten Freibetrag für den Betreuungs- Erziehungs- und Ausbildungsbedarf von € 2.640 beträgt der jährliche Freibetrag pro Kind dann insgesamt € 7.812.

 

Höherer Abzug von Rentenversicherungsbeiträgen:

Rentenversicherungsbeiträge können 2020 bis max. € 25.046 pro Person als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Abzugsfähig sind die Beiträge dabei mit 90% (2%-Punkte mehr als im Vorjahr).

 

Besteuerungsanteil steigt für Neurentner an:

Personen, die 2020 in Rente gehen, müssen 80% ihrer Rente versteuern. Der steuerfreie Anteil von 20% wird dabei auf Grundlage des Rentenjahres 2021 berechnet und bleibt anschließend zeitlebens unverändert.

 

Mehrfacher Steuerklassenwechsel möglich:

Ehegatten können ab 2020 auch mehrfach im Jahr die Steuerklasse wechseln (Wechsel zwischen den Steuerklassenkombinationen III/V und IV/IV). Bisher war im laufenden Jahr lediglich ein einmaliger Wechsel der Steuerklasse zulässig.

 

Verpflegungsmehraufwand:

 

Die seit 2014 festgelegten Verpflegungspauschalen von € 12 (An- und Abreisetag sowie eintägige Dienstreisen) bzw. € 24 (mehrtägige Dienstreisen an Tagen mit 24 Stunden Abwesenheit) wurden ab 2020 auf € 14 bzw. € 28 erhöht.

 

Übernachten Arbeitnehmer in ihren Fahrzeugen (z.B. LKW-Fahrer) können diese ab 2020 an Stelle von nachgewiesenen Aufwendungen pauschal € 8 als Werbungskosten geltend machen bzw. der Arbeitgeber kann ihnen diesen Betrag steuerfrei erstatten. Diese Pauschale wird für jeden Tag gewährt, an dem der Arbeitnehmer eine Verpflegungspauschale von € 14 oder € 28 erhält.

 

 

Aufbewahrungsfristen

 

Wir werden öfters angesprochen, wie lange welche Unterlagen aufbewahrt wrden sollen. Wir haben deshalb folgende Übersicht zusammen gestellt, die für Arbeitnehmer in der Regel von Bedeutung sind:


Diese Aufbewahrungsfristen gelten:
 

Unterlagen

 

Abrechnungsunterlagen
6
An-, Ab- und Ummeldungen/Sozialversicherung
10
Arbeitnehmersparzulage (Verträge)
6
Außendienstabrechnungen
10
 

Bankbelege

10
Belegzusammenstellungen
10
Bewirtungsbelege
10
   
Dauerauftragsunterlagen
6
   
Fahrtenbücher
10
Kontoauszüge
10
   
Pensionskassenunterlagen
10
Provisionsabrechnungen und Unterlagen
10
Prozessunterlagen
6
   
Quittungen
10
   
Rechnungen
10
Reisekostenabrechnungen 
10
   
Steuererklärungen
10
Steuerunterlagen inkl. Gehaltsabrechnungen
10
   
Telefonrechnungen
10
   
Vermögenswirksame Leistungen
 
10
Verträge
6
   

Quelle: Handelsgesetzbuch (Hgb § 238 und § 257) sowie Abgabenordnung (AO § 147)

Das sollten Sie bei der Aufbewahrungsfrist beachten

Die Aufbewahrungsfrist ist nicht immer ganz einfach zu errechnen. Sie beginnt nicht bereits mit dem Ablauf des genannten Jahres, sondern „stets mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzten Eintragungen, Änderungen oder Handlungen in den jeweiligen Unterlagen vorgenommen wurden bzw. Handelsbriefe empfangen oder abgesandt worden sind“. Und bei Vertragsunterlagen erst nach Ablauf des Vertrages.

Tipp: In der Regel reicht es, die Unterlagen ein oder zwei Jahre länger aufzubewahren als rein von der Jahreszahl her rechnerisch nötig. Schauen Sie im Zweifel aber nochmal genauer hin.
 
 
 
 
 
 

 

 

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